Handelsvertretung

Eine Zusammenarbeit in Form einer Handelsvertretung ist eine Vertriebsauslagerung ohne Fixkosten. Basis dafür ist immer das Handelsvertretergesetz, das mit 29 Paragraphen sehr überschaubar ist. Der Handelsagent oder -vertreter verkauft in Ihrem Name Ihre Waren oder Dienstleistungen, Sie erstellen die Rechnung an den Kunden und zahlen dem Handelsagenten eine Provision.

Gerade für kleinere Unternehmen bietet eine Zusammenarbeit mit einem Handelsagenten viel Potential.

 

Beispiel 1:

Bio-Gemüseproduzent Franz macht mit seinen eingelegten Produkten auf der ANUGA in Köln viel Eindruck bei Interessenten. Er kümmert sich selbst um den Vertrieb, da er die Fixkosten für einen Vertriebsmitarbeiter scheut. Doch als er von der Messe zurückkommt, wird einer seiner beiden Produktionsmitarbeiter krank. Er verbringt den nächsten Monat ausschließlich in der Produktion. Als sein Mitarbeiter wieder zurückkommt und Franz wieder Zeit hat, sich um den Vertrieb zu kümmern, sind die Interessenten nicht mehr interessiert, und Franz ärgert sich.

 

Beispiel 2:

Fruchtsafthersteller Alois ist Direktvermarkter im Nebenerwerb. Weiters unterrichtet er an der landwirtschaftlichen Fachschule. Sein Säfte verkauft er komplett chargenweise an einen lokalen Großabnehmer. Alois hat jetzt die Idee für ein Cola, er hat schon ein Rezept entwickelt und eine Probeabfüllung durchgeführt. Er glaubt, dass er mit dem Cola gute Marktchancen hätte. Leider hat er keine Zeit für die Vermarktung und er ärgert sich, als ein Jahr später ein Landwirt aus dem Nachbardorf ein Rüben-Cola erfolgreich auf den Markt bringt.

 

Beispiel 3:

Theresia hat aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht. Sie produziert die besten Kekse weit und breit, das Geschäft läuft durch Mundpropaganda. Weil sie so viele telefonische Anfragen von ihren Privatkunden hat, produziert sie mittlerweile 92 verschiedene Verpackungseinheiten mit ihrer einzigen Mitarbeiterin. Sie hätte gerne ein paar größere Kunden, da sie solche braucht, um ihre Backstube zu vergrößern und zu modernisieren. Eines Tages fragt ein renommierter deutscher Spezialitätenhändler bei ihr wegen einer Monatsproduktion von Vanillekipferl an. Da Theresia keinen Katalog hat und keine Zeit, um nach Hamburg zu fahren, und generell etwas Angst vor so einem Verkaufsgespräch,  wird aus dem Geschäft nichts. Es geht weiter wie bisher, Improvisation macht vieles möglich. Theresia ärgert sich , als ihre regionale Mitbewerberin aus dem Nachbarbezirk einen Großauftrag des gleichen deutschen Spezialitätenhändlers erhält.

 

Franz, Alois und Theresia haben eines gemeinsam: in ihren Betrieben bleibt der Verkauf (teilweise) auf der Strecke. Zu Recht fürchten Sie die hohen Fixkosten eines festangestellten Mitarbeiters. Deshalb kümmern sie sich selbst darum, auch wenn sie dafür eigentlich keine Zeit, keine Lust oder kein Talent haben.

Mit einem guten Handelsvertreter wäre ihnen das nicht passiert. Er ist motiviert, weil er nur verdient, wenn er verkauft. Und er kostet nur dann etwas, wenn er auch etwas verkauft. Alle drei könnten sich um das kümmern, was sie am besten können: das Herstellen ihrer hervorragenden Produkte.

Kontaktieren Sie mich, damit Sie sich auf das fokussieren können, was Ihnen am besten liegt.